
Der Landkreis Stade hat in den letzten Jahren zunehmend an Attraktivität gewonnen, und dies sowohl für seine Einwohner als auch für seine Unternehmen. So stieg die Zahl der Einwohner von 1990 bis 2007 um mehr als 16 % auf 197.091. Das sich hierbei vor allem junge Familien für den Landkreis Stade entschieden haben, zeigt der Blick auf die Altersstruktur; der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre liegt mit rund 20 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt. Auch die hohe Zahl an Pendlern in Richtung Hamburg zeigt, dass der Landkreis als Wohnort sich großer Beliebtheit erfreut und Lebensqualität bietet.
Aber nicht nur als Wohnort ist der Landkreis gefragt. Auch Unternehmen wird ein attraktives Umfeld geboten. So haben die Kommunen in den letzten Jahren ein qualitativ wie quantitativ hochwertiges Gewerbeflächenangebot vorgehalten. Die preisgünstigen Gewerbeflächen, die als Industrie-, Gewerbe- oder Mischgebiet ausgewiesen sind, bilden hierbei eine hervorragende Basis. Darüber hinaus sorgen kurzfristige Genehmigungszeiten für Planungssicherheit.
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Die Region verfügt zudem über engagierte und gut ausgebildete Fachleute - ein Standortvorteil, den die Unternehmen vor Ort schätzen. Acht Prozent der Beschäftigten im Landkreis Stade verfügen über einen Hochschulabschluss. Der Landkreis Stade liegt damit an zweiter Stelle in der Metropolregion Hamburg - hinter Hamburg, aber noch vor Lüneburg. Und auch im Bereich betriebliche Ausbildung nehmen die Unter-nehmen im Landkreis eine Spitzenposition ein. Laut Niedersächsischem Institut für Wirtschaftsforschung liegt die Ausbildungsquote (Anteil der Auszubildenden an den Beschäftigten) bei 120 (Bundesdurchschnitt = 100) und damit auch hier deutlich über den Werten von Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Damit nimmt der Landkreis eine Spitzenposition ein und verfügt über eine hervorragende Ausgangssituation für eine wei-terhin wirtschaftlich positive Entwicklung.
Zur breitgefächerten Bildungs- und Weiterbildungsinfrastruktur gehören neben den allgemeinbildenden Schulen die Berufsbildenden Schulen mit ihren engen Kontakten zur Wirtschaft. Der Landkreis ist aber auch Hochschulstandort. Mit der Hochschule 21 und seit 2006 auch mit der Privaten Fachhochschule Göttingen wird den Studierenden und Unternehmen eine Kombination aus Theorie und Praxis angeboten, die eine hervorragende Berufsperspektive bietet. Darüber hinaus ergeben sich aus dem vielschichtigen Hochschul-angebot vor der "Haustür" mit unterschiedlichen Lehr- und Forschungsschwerpunkten für die Unternehmen hervorragende Möglichkeiten, Nachwuchskräfte zu gewinnen und den Wissenstransfer zwischen Hochschu-len und Wirtschaft stärker zu nutzen. Und auch die zahlreichen Weiterbildungseinrichtungen unterstützen das lebenslange Lernen und qualifizieren die Mitarbeiter für die beruflichen Anforderungen der Zukunft.
Der Landkreis ist auch "Hightech-Standort". Er verfügt u. a. mit dem CFK-Technologiezentrum und dem im Bau befindlichen CFK-Forschungszentrum über Einrichtungen der Spitzenentwicklung und -forschung für den Bereich Kohlefaserverbundwerkstoffe.
Der Wirtschaftsstandort Landkreis Stade entwickelt sich mit großen Schritten. Interessant wird der Standort durch die vorhandenen Verkehrsinfrastrukturangebote, wie den Seehafen Stade und den Terminal für den kombinierten Ladungsverkehr in Stade Brunshausen. Bei beiden ist derzeit ein Kapazitätsausbau geplant, so dass sich die Leistungsfähigkeit des Standortes insgesamt noch weiter erhöhen wird. Die verkehrliche An-bindung an Hamburg wurde Ende 2007 mit der S-Bahn-Anbindung Stades um ein weiteres "Stück" enger.
Perspektiven bieten aber auch die Infrastrukturvorhaben, die in den kommenden Jahren realisiert werden. Die bereits in Bau befindliche Bundesautobahn A 26 von Stade nach Hamburg - das erste Teilstück ist be-reits in Betrieb genommen worden - gehört hier ebenso dazu wie die Elbquerung westlich von Stade mit Weiterführung in südlicher Richtung als A 22. Sie ergänzen die bereits vorhandenen Anbindungen an die A 1 Hamburg - Bremen, den ICE-Bahnhof Hamburg-Harburg und den Flughafen Hamburg.
Diese leistungsfähige Infrastruktur ermöglicht einen schnellen Transport innerhalb Europas und weltweit.
Nicht ohne Grund also haben heute weltweit tätige Unternehmen ihren Sitz im Landkreis Stade genauso wie zahlreiche weniger bekannte "Marktführer", die seit Generationen hier arbeiten und mit ihren Mitarbeitern Produkte und Dienstleistungen für die Märkte in aller Welt entwickeln. Es sind dies vor allen Dingen Unternehmen aus Industrie- und Handwerk, die neben der traditionell starken Landwirtschaft mit seinem Obstanbau für den guten Branchenmix sorgen. Sie sind auch heute noch die wirtschaftlichen Eckpfeiler im Landkreis Stade - auch wenn die Zahl der im Dienstleistungsbereich Beschäftigten in den letzten Jahren gestiegen ist.
Die Luftfahrtindustrie, dessen Unternehmen hochmoderne Systemlösungen anbieten, bildet einen Schwerpunkt. So hat sich das Airbuswerk in Stade zu einem Kompetenzzentrum für die Kohlefaserverbundstoff-Technologie entwickelt und liefert für die Airbusfamilie komplette Seitenleitwerke. Kompetenz bietet Airbus in Buxtehude, wo Kabinenmanagement-Systeme hergestellt und weltweit über 120 Fluggesellschaften betreut werden.
Einen großen Anteil an der wirtschaftlich positiven Entwicklung im Landkreis Stade hat auch die Chemische Industrie. Unternehmen wie Dow, Stähler Agrochemie und Synthopol haben ihren Standort im Landkreis Stade langfristig durch Investitionen gestärkt. Dies ist gerade vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Wettbewerbs, auch innerhalb von Unternehmensgruppen, eine "Auszeichnung" für den Standort Stade.
Der Wirtschaftsstandort steht aber auch für weniger Bekannte, gleichwohl aber innovative Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik, der Nahrungsmittelindustrie sowie der Seeschifffahrt. Diese Unternehmen sind es, die vom Kreis Stade aus ihre geschäftlichen Verbindungen rund um den Erdball knüpfen.
Nicht nur Namen und Produkte zeigen das Potential der Region. Auch der Blick auf die Statistik macht deutlich, dass die Unternehmen im Landkreis gute Rahmenbedingungen vorfinden und erfolgreich arbeiten. Dies gilt für die Bruttowertschöpfung zu Marktpreisen ebenso wie für die Beschäftigungssituation, die sich vergleichsweise positiv entwickelt haben. Hierzu beigetragen haben insbesondere die Bereiche Dienstleistungen sowie der Handel und der Verkehr. Auch das Beschäftigungsbarometer hat sich positiv entwickelt. So stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 1990 bis 2007 um 12,1 % auf 50.582. Im Vergleich hierzu ist der Anstieg auf Landesebene mit 3,1 % weitaus geringer ausgefallen. Erfreuliches läßt sich auch aus der Arbeitslosenstatistik entnehmen. Die Arbeitslosenquote liegt unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt - sicherlich ein Indiz für die Qualität der Ausbildung, die die verschiedenen Einrichtungen, Organisationen und Institute anbieten.
Der Landkreis Stade ist eine leistungsstarke Region. Die Kommunen verstehen sich gegenüber Bürgern und Wirtschaft als Dienstleister; dies gilt auch für die Zukunft. Ein Signal mit Außenwirkung wurde mit der Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gesetzt. Die breite Gesellschafterstruktur spricht für sich. Die Gesellschaft ist Ansprechpartner für Unternehmen und Existenzgründer bei der Suche nach einem neuen Standort und nach Kooperationspartnern. Sie ist aber auch Anlaufstelle bei Fragen zum Landkreis Stade und informiert über öffentliche Finanzierungsprogramme. Hierbei arbeitet sie mit den Wirtschaftsförderungen der beiden Städte sowie dem Transferzentrum Elbe-Weser eng zusammen. Darüber hinaus steht sie in Kontakt zu Kammern und Verbänden in der Region und knüpft projektbezogen Kooperationen mit diesen.
wf-stade.de